{"id":311,"date":"2012-06-07T13:55:36","date_gmt":"2012-06-07T13:55:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wehlheider-hoftheater.de\/index\/?page_id=311"},"modified":"2012-07-01T21:30:27","modified_gmt":"2012-07-01T21:30:27","slug":"chronik-teil-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wehlheider-hoftheater.de\/index\/chronik-teil-2\/","title":{"rendered":"Chronik Teil 2"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"color: #ff00ff;\">Chronik Teil 2<\/span><\/h2>\n<h2>1946 &#8211; 1977<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0 Nach Beendigung des 2. Weltkrieges regten sich bald in der Tr\u00fcmmerstadt Kassel auch auf kulturellem Gebiet neue Kr\u00e4fte. Die vor dem Krieg in der Nordstadt beheimatete weitere gute Laienb\u00fchne (&#8222;Volksb\u00fchnenspiele 1927&#8220;) ergriff als einzige die Initiative und lie\u00df das Theaterspiel wieder aufleben. Auch die Reihen dieser Laienb\u00fchne waren, bedingt durch den Krieg, stark gelichtet, und man beschloss, sich mit dem ehemaligen Wehlheider Hoftheater zusammenzutun. Man erhielt zwar durch die Milit\u00e4rregierung die Lizenz zum Spielen, allerdings wurde diese Erlaubnis nur mit der Einschr\u00e4nkung erteilt, dass der Name &#8222;Wehlheider Hoftheater&#8220; nicht erscheinen d\u00fcrfe.\u00a0 Die Arbeit der beiden B\u00fchnen begann unter dem Namen &#8222;Volksb\u00fchne Kassel&#8220; und unter der Schirmherrschaft des &#8222;Deutschen Gewerkschaftsbundes&#8220; in der damaligen Montgomery-Hall (die sp\u00e4tere Henschelhalle), und es kam zu einem langsamen, aber stetigen Aufstieg. Die Besucherzahl stieg wieder rapide, nachdem man in dem ehemaligen Berufsschauspieler Kurt Maedicke einen ausgezeichneten Regisseur und in dem Innenarchitekten Willy Laurisch einen guten B\u00fchnenbildner gefunden hatte. Die Henschelhalle fasste ca. 800 Personen. An zwei Abenden im Monat wurde vor ausverkauftem Haus gespielt. Der Reinertrag fiel zum Teil dem Gewerkschaftsbund zu. Haupts\u00e4chlich gab man damals Schw\u00e4nke, Lustspiele und Operetten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0 Im Jahre 1947 fand eine Neuwahl des Vorstandes statt, bei der Willy Laurisch 1. Vorsitzender wurde. Der nach dem Krieg zur\u00fcckgekehrte Willy Schmidt, der seit 1911 ma\u00dfgeblich an der Entwicklung des Wehlheider Hoftheaters beteiligt war und im Jahre 1961 sein 50-j\u00e4hriges Spielleiterjubil\u00e4um begehen konnte, unterst\u00fctzte mit seiner reichen Erfahrung &#8211; sein Spitzname war der &#8222;Wehlheider Max Reinhardt&#8220; &#8211; die Arbeit der B\u00fchne.\u00a0Doch die \u00c4ra &#8222;Henschelhalle&#8220;, fast zehn Jahre bestehend, sollte bald zu Ende gehen. Inzwischen musste noch eine Namens\u00e4nderung der B\u00fchne vorgenommen werden, auf Wunsch der &#8222;Kasseler Volksb\u00fchne e.V.&#8220;. Die im Jahre 1933 verbotene Besucherorganisation sollte wieder entstehen. Damit nicht zwei verschiedene Organisationen den gleichen Namen trugen, einigte man sich auf den Namen &#8222;Volksb\u00fchnenspiel Kassel&#8220;. Aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden legte Willy Laurisch sein Amt als 1. Vorsitzender nieder und wurde f\u00fcr seine Verdienste w\u00e4hrend seiner Amtsperiode zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Amt \u00fcbernahm August Heinemann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0 Die Henschelhalle stand nun auch nicht mehr l\u00e4nger zur Verf\u00fcgung, da die Firma Henschel dieses Geb\u00e4ude als Lehrlingswerkst\u00e4tte ben\u00f6tigte. Vor\u00fcbergehend waren die Kulturhalle Niedervellmar, die provisorische B\u00fchne des damaligen Amerikahauses (Murhardsaal) oder die Turnhalle der Kirchditmolder Schule Auff\u00fchrungspl\u00e4tze. Wegen dienstlicher \u00dcberbeanspruchung des 1. Vorsitzenden August Heinemann war vor\u00fcbergehend Helmut Noack Vereinsleiter, bis Fritz Schwarz endg\u00fcltig zum 1. Vorsitzenden ernannt wurde. Der Reinerl\u00f6s der Auff\u00fchrungen fiel wohlt\u00e4tigen Zwecken zu, so z.B. f\u00fcr den Verband der Kriegsbesch\u00e4digten und die Arbeiterwohlfahrt. Durch das Fehlen eines st\u00e4ndigen Saales und dem damit verbundenen l\u00e4ngerem Pausieren beim Spielen kam es zu einer Interesselosigkeit bei den Mitgliedern, wozu bei vielen noch eine starke berufliche Inanspruchnahme kam. So wurde der Kreis der Aktiven immer kleiner. Einige Unentwegte, die es nicht glauben konnten, dass das Volksb\u00fchnenspiel wieder einschlafen sollte, trafen sich regelm\u00e4\u00dfig im verwaisten Probelokal (es waren meist nur vier Personen), um den Kontakt aufrechtzuerhalten. Besonders durch den langj\u00e4hrigen Kassierer Walter B\u00f6hle, der immer wieder die anderen ermutigte, konnten einige von den alten Mitgliedern neu interessiert werden und neue Mitglieder angeworben werden. Endlich gelang es durch die Initiative des 1. Vorsitzenden Fritz Schwarz, Verbindung mit dem Direktor der Heinrich-Sch\u00fctz-Schule, Pr\u00f6bsting, aufzunehmen, durch dessen Entgegenkommen der B\u00fchne ein neues Wirkungsfeld in der Aula der Schule gegeben wurde. Nach dem fr\u00fchen Ableben des Vorsitzenden Fritz Schwarz im Jahre 1957 \u00fcbernahm Ernst-August Reich die Leitung der B\u00fchne. Seit 1975 lag dann die Leitung in den H\u00e4nden von Wilfried Leppkes. Langj\u00e4hriger Spielleiter war Eberhard Horn. Unter diesem Vorstand sind die traditionsreichen Gastspiele im Landkreis weitergef\u00fchrt worden. Auch aus Anlass des Hessentages 1978 in Hofgeismar fanden Auff\u00fchrungen von &#8222;Schneewittchen&#8220; auf der Sababurg statt. Mit &#8222;Die Rose&#8220; von R\u00f6sler (1976) und &#8222;Viel Staub um Eva&#8220; von Goetz (1977) wirkte das Wehlheider Hoftheater an Innenstadtbelebungen und dem Lichterfest in Wilhelmsh\u00f6he mit. Der 1. Vorsitzende Wilfried Leppkes stellte in seiner Amtszeit immer den alten Namen &#8222;Wehlheider Hoftheater&#8220; in den Vordergrund, und so darf sich das Theater nun endlich wieder &#8222;Casseler Volksb\u00fchnenspiele 1911 e.V.\u00a0 Wehlheider Hoftheater&#8220; nennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Archiv\" href=\"http:\/\/www.wehlheider-hoftheater.de\/index\/?page_id=340\">zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chronik Teil 2 1946 &#8211; 1977 \u00a0 Nach Beendigung des 2. Weltkrieges regten sich bald in der Tr\u00fcmmerstadt Kassel auch auf kulturellem Gebiet neue Kr\u00e4fte. 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